1. Gruppenreise 24h Nähen 2017

 

Am Wochenende vom 1.5.2017 fand unser erstes großes Nähtreffen statt. Hier ein kleiner Rückblick von unseren Erlebnissen:

Seit Monaten lief die Planung im Hintergrund. Aus ganz Deutschland wurde angereist. Es war für uns alle eine Premiere und seit Wochen hatten wir große Vorfreude auf dieses Event. Denn viele von uns hatten bisher nur virtuell Kontakt. Klar tauschen wir uns in der Gruppe aus, aber gesehen haben sich die Wenigsten. Es gibt natürlich verschiedene Nähtreffs und dort konnten sich schon die ein oder anderen kennen lernen, aber da wir deutschlandweit verstreut leben und arbeiten, gibt es so ein Event nicht alle Tage. Wochenlang wurden Spenden gesammelt, sortiert und zugeschnitten. Denn es sollte nicht nur an einem Nachmittag bis in die Abend hinein genäht werden, sondern 24 Stunden am Stück.

Das heißt, es musste für reichlich Nähmaschinenfutter gesorgt werden.
Gut gelaunt reisten bereits am Freitag die ersten in Ützdorf in der Jugendherberge am Liepnitzsee an. Dort fand das wundervolle Herzenssache Wochenende statt. Am Abend fand bereits ein erster Vortrag statt und man konnte sich etwas beschnuppern und kennen lernen. Samstag früh um 9 Uhr ging es dann richtig los. Die Jungendherberge war fest in Herzenssache Hand, es gab keinen Platz mehr an dem nicht gearbeitet wurde. In den 2 Räumen im Nebengebäude ratterten die Maschinchen. Im kleinen Haupthaus ratterte ein Plotter monoton und unentwegt und schnitt Herzenssache Logos aus Plotterfolien aus. Es wurden Teelichterschachteln gefalzt und verzierte Teelichter verpackt. In einer Ecke ratterten auch die Nähmaschinchen und die andere Ecke war von den Strick- und Häkeldamen besetzt. Für das leibliche Wohl war auch gesorgt: allerlei Leckereien wurden von den Herzenssache Mitgliedern mitgebracht und auch gespendet. Es wurde fröhlich geplaudert und nebenbei gearbeitet. Es war eine magische Stimmung, viele hatten das Gefühl, dass sie sich schon ewig kennen. Oma Lotti war auch dabei. Einige kennen sie sicher schon von anderen Nähtreffbildern. Sie ist bereits über 80 Jahre alt, hat ihren Rollator in der Ecke geparkt und ging mit den Stricknadeln so fleißig zu Werk.

Auch die harte ostalgische Holzbestuhlung konnte ihr nichts anhaben. Immer mal wieder wurde man von internen und externen Paparazzi fotografiert. Wie im Flug verging die Zeit bis zum Mittag. Nach einer kurzen Mittagspause ging es weiter. Am Nachmittag gab es dann auch einen Kurs zum Brautkleider verarbeiten. Nadine erzählte interessierten Teilnehmerinnen etwas zur Brautkleidverarbeitung und den Taufauflegern und es wurden auch Kleider angeschnitten ;o) Da wir immer so viele Brautkleider als Spende angeboten bekommen, wollte Nadine so noch einigen Neulingen auf dem Gebiet die Scheu vor dieser ehrenvollen Aufgabe nehmen. Für die Nachtschichten wurde zum Teil am Nachmittag vorgeschlafen und so standen die Maschinen am Ende auch zu keiner Zeit still. Abends gab es noch einmal eine Stärkung. Leute gingen und neue Helfer kamen. Nicht nur Herzenssache Mädels waren Vorort auch einige Mädels aus der Umgebung kamen zum helfen vorbei. Bis früh um 9 Uhr am nächsten Morgen wurde weiter gewerkelt.

Persönlich ging es mir wie so vielen: es war toll, alle auch einmal persönlich kennenzulernen, und man hat sich über jedes ausgetauschte Wort mit jedem Einzelnen gefreut.

Ich als eure Facebooktante kann Euch sagen, ich habe bisher die vielen Sachen ja immer nur auf den Fotos gesehen und als ich nun in echt mal die kleinen Hosen und auch die anderen Sachen gesehen habe, war ich sehr überrascht, wie winzig, winzig klein sie wirklich sind. Der weite Weg das live zu erleben hat sich absolut gelohnt, ich weiß jetzt noch 1000 Mal mehr, warum ich dieses Projekt unterstütze und ich denke, so ging es den anderen auch. Es ist nicht nur die Sache an sich, das Herzenssache für Sternchen und Frühchen näht, strickt, häkelt… sondern auch die Menschen, die für dieses Projekt stehen. Es war ein tolles Wochenende ganz im Zeichen von Herzenssache und es wird sicherlich nicht das letzte dieser Art gewesen sein.